Das gestrandete Schiff lag verlassen am Ufer das unbekannten Meeres.
Die einzigen Überlebenden krochen müde und schläfrig aus dem Wrack heraus. Sie sahen sich um und begriffen, das sie sich auf einer Einsamen Insel befanden. Sie wussten weder, wo sie lag, noch wie groß sie war.
Ein Mädchen kletterte zuerst raus. Sie war 14 Jahre alt, trug eine kurze Jeanshose und ein Bikinioberteil. Sie war barfuss, rothaarig, trug eine Zahnspange und eine Brille.
Das nächste Mädchen war 16, schlank, groß und hatte schwarze Haare. Sie sah sich um und seufzte.
Dann kam ein Junge, der ihr Freund sein könnte. Er war ebenfalls groß und schlank mit schwarzen Haaren und stolzem Gesichtsaudruck.
Dann kam ein 13-jähriger blonder Junge heraus. Er trug nur eine Unterhose. Er sprang schnell aus dem Schiff und lief über den Strand.
Dann kamen noch zwei Zwillingsschwestern. Sie waren 15 Jahre alt, schön geschminkt und gestylt mit blauen Haaren.
Sie stritten sich ständig und kampelten sich, bis sie vom Schiff fielen.
Dann kam ein 15-jähriger Junge mit aschblondem Haar heraus, der allein war.
Die Kinder gingen missmutig ein Stück vom Schiff weg und sahen sich dann an.
„Ich bin Zora“, sagte das rothaarige Mädchen, das als einzige ein wenig Mut verspürte. Sie lächelte in die Runde und sah alle an. Das schwarzhaarige Mädchen fror ein wenig, denn es war früh am Morgen und kalt.
„Ich heiße Sarah und das ist mein Freund John“, sagte sie. Der blonde Knabe schämte sich und sie sahen alle auf seinen Körper. Er sprang herum und sagte nichts. Die zwei Zwillinge stellten sich vor.
„Ich bin Mirilla und das ist meine Schwester Morolla“. Niemand wusste so recht, wer wer war.
Der 15-jährige Junge war etwas schüchtern und sagte: „Ich bin Milutin und bin allein gereist“.
„Bist du oft allein ?“, fragte Zora.
„Ja“, sagte er. Sie gingen gemeinsam am Strand entlang und waren sehr ruhig und sprachen kaum. Sie sahen eine Höhle. Die Zwillinge wurden aufgeregt und sprachen von Ungeheuern und Drachen.
Das schwarzhaarige Mädchen schüttelte den Kopf und ihr Freund lächelte sie an. Sie gingen in die Höhle. Es war kalt und dunkel darin. Der halbnackte Knabe fror und auch die barfüßige Zora.
Sie gingen aber trotzdem weiter in die Höhle. Es wurde langsam warm in der Höhle und es leuchtete erst schwach.
Die Kinder wurden vorsichtig und gingen langsam vorwärts. Zora ging vorne weg und sah etwas, was ihren Atem erstarren ließ.
Ein riesiger Drache lag in der Höhle.
Morolla sagte: „Ich hab’s euch ja gesagt“. Sarah und John wollten unbedingt den Drachen sehen und gingen ein Stück vor. Der halbnackte Knabe sprang vorwärts zu dem Drachen hin. Der Drache bemerkte ihn, sah ihn an und fauchte.
„Oh oh“, sagte Zora und ging aus der Höhle. Die anderen kamen hinterher. Der Drache setzte sich langsam in Bewegung.
„Er kommt“, sagte Milutin. Die Kinder rannten aus der Höhle und sahen, das der Drache immer näher kam. Er war wirklich groß, grün und schuppig.
Sein Hals war lang, sodass er damit jeden leicht erreichen konnte. Schließlich kam er aus der Höhle. Die Kinder hatten große Angst und liefen durcheinander. Der Drache schnappte nach Zora, die jedoch geschickt auswich.
„Rennt alle ins Wasser“, sagte John. Sie taten es. Als der Drache wieder nach Zora schnappen wollte, nahm John sein Messer heraus und warf nach dem Hals des Drachen. Er traf genau unterhalb des Kopfes in den Hals hinein. Das Messer steckte tief drin.
Der Drache schrie und bog seinen Hals zurück. Die Kinder liefen alle schnell ins Wasser. Der Drache bog den Hals hochwärts, man konnte sehen, wie das Blut lief. Das Tier tobte und die Kinder schwammen weit heraus. Es war so, wie es John sagte.
Der Drache konnte nicht schwimmen und die Kinder waren in Sicherheit. Zunächst jedenfalls.
Nach einer Weile lief der Drache immer noch herum.
„Was wird mit dem Messer im Hals“, fragte Sarah ihren Freund John.
„Sie entzündet sich. Vielleicht stirbt er sogar dran“. „Dauert das lange“, fragte Zora.
„Ja, ganz lange und qualvoll“.
„Ich kann nicht mehr“, sagte der 13-jährige Junge.
„Los, wir schwimmen von unten in das Riff“, schlug John vor. „Dort können wir uns ausruhen“.
Sie schwammen zum Riff und tauchten dann unter. Sie tauchten in das Riff hinein und ruhten sich dort aus.
„Von hier aus könnten wir den Drachen ja prima angreifen“, sagte der 13-jährige.
„Dazu brauchen wir erst mal Waffen“, sagte Zora.
„Ja, aber woher denn ?“, fragte Milutin.
„Dann warten wir eben, bis es dunkel wird und dann bauen wir uns Speere“, sagte John.
„Aus Holz ?“, fragte Sarah.
„Ja“, sagte John. „Und dann greifen wir ihn alle gleichzeitig an und machen ihn fertig“.
Sie warteten bis der Drache sich zurückzog. Eine dünne Blutspur lief den Hals herunter. Es wurde dunkel. Die Kinder kletterten wieder aus dem Wrack.
Sie gingen in den Wald und suchten nach Holz und nach spitzen Steinen. Sie trugen alles nahe der Drachenhöhle zusammen.
John und Milutin trugen lange und spitze Steine zu zweit zusammen.
Die Mädchen wühlten mühsam in dem Boden, um ihn abzutragen und eine Grube zu graben. Sie brauchten sehr lange und die Jungen rammten die Spitzen Steine in den Boden, besonders weit hinten.
Sie mussten sich beeilen. Es wurde langsam hell und der 13-jährige Junge ging weiter in die Höhle, um die anderen zu warnen. Doch der Drache kam nicht, die Kinder machten weiter und präparierten die Grube mit Blättern.
Dann machten sie die Speere mit Steinen fertig. Jeder bekam einen Speer. Die Grube war fertig und die Kinder versteckten sie hinter Felsen und auf Bäumen.
Der 13-jährige sah nach einer Weile den Drachen kommen. Er kletterte auf einen Baum und wartete.
Der Drache kam aus der Höhle. Gleich warfen drei der Kinder ihre Speere auf ihn. Er streckte sich und lief vor. Dabei sackte er in die Grube ein.
Die Steine bohrten sich in seinen Bauch. Er bäumte sich zitternd zurück. Dadurch drangen die Steine tiefer in seinen Unterleib hinein.
„Jaa“, rief John, „es hat geklappt, die Steine stecken in seinem Bauch“.
Sarah sagte : „Das ist sein Ende, er kann nicht mehr“.
Der Drache bäumte sich wieder auf. Er brüllte und warf seinen Kopf nach oben. Die Kinder sahen zu, wie er seinen Körper wand, und sich die Steine immer tiefer in seinen Bauch bohrten. Er bäumte sich wieder auf und wieder. Nach einer Weile fiel er auf die Seite.
Die Kinder sahen seinen Bauch, sahen die Wunden und die Spitzen Steine steckten in ihm. Er wand sich, als er auf der Seite lag und scheuerte seine Seite auf dem Boden.
Die Kinder kamen näher, ihre Speere bereit. Der Drache bog seinen Leib und schrie.
Die Kinder gingen zum Bauch und rammten die Speere hinein. Der Drache schrie, wölbte seinen Bauch hervor und reckte seinen Hals hoch.
Die Kinder stießen weiter in den Bauch und der Drache wand sich heftig am Boden. Nach fünf weiteren Stichen kam ihm das Blut aus dem Bauch gelaufen und er war am Ende.
Er röhrte laut. Die Kinder gingen ein Stück zur Seite und sahen seinem Todeskampf zu.
Er röhrte wieder, richtete seinen Leib seitlich auf und wälzte sich dann auf den Rücken. Ein wenig wand er noch seinen Körper, aber er gab bald auf und schloss seine Augen.
Die Kinder jubelten und tanzten vor Freude. Die sahen den toten Drachenkörper mit den Speeren stecken und freuten sich über den Sieg.
Sie nahmen alle ihre Speere und gingen in die Drachenhöhle hinein. Dort fanden sie das Nest mit den Jungdrachen.
Sie rammten jeden von ihnen ein Messer in den Hals, schlugen auf die emporkommenden Hälse und Köpfe und durchbohrten ihre prallen Bäuche mit ihren Speeren. Das Blut spritzte und floss, bis der letzte von ihnen niederlag.
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